Gedenkstein restauriert

Kürzlich wurde auf Initiative von Herrn Walter Kähler und mit Unterstützung unseres Schulleiters Dr. Alfred Heggen der Gedenkstein auf dem Schulhof restauriert.

Der Gedenkstein steht nun bereits seit fast einhundert Jahren, genauer seit dem Jahr 1920, am Rande des Schulhofes, um an die Gefallenen Lehrer und Schüler ders ersten Weltkrieges zu erinnern. Mittlerweile waren die Inschriften bereits so stark verwittert, dass sie kaum noch zu lesen waren. Walter Kähler Grund genug, den Stein im Zusammenwirken mit dem Gymnasium restaurieren zu lassen. Bereits 1947 hatte er bei einem Besuch unserer Schule (damals noch Internatsoberschule Schloss Plön) den Namen seines im Alter von 19 Jahren im Krieg gefallenen Onkels und Namensvetters Walter Kähler entdeckt. 


In unserer Schule gab es natürlich Gespräche darüber, ob die Renovierung des Gedenksteines überhaupt zeitgemäß sei, zumal eine der Inschriften lautet: "Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben". Für die Historiker unter den Lehrern, zu denen auch Dr, Heggen gehört, stand aber außer Frage, dass dieses Denkmal als bedeutende historische Quelle anzusehen ist, natürlich aber unter einem modernen und liberalen Blickwinkel. "Natürlich atmet der Gedenkstein den damaligen Geist", sagt hierzu Dr. Heggen. "Heute ist er für uns aber eine Mahnung zum Frieden. Das Denkmal mahnt uns, dass so etwas wie damals nie wieder passieren darf."Der Schulleiter sieht den Gedenkstein als Mahnmahl für Frieden und Völkerverständigung. Eine noch anzubringende Informationstafel wird diesen Gedanken weitertragen.

Er selbst setzt die Inschriften des Gedenksteines beispielsweise ein, um die Schüler/Innen zu fragen, wie die Soldaten überhaupt umgekommen seien und welche Einzelschicksale dahinter steckten. Im Zusammenhang zum Beispiel mit einem abschreckenden Film ("Im Westen nichts Neues") würde die oben genannte Inschrift ad absurdum geführt.

Fotos Buchholz